Es ist schon verrückt, auf welche Geschäftsideen immer wieder so manche selbsternannte Goldgräber im Internet kommen.
Und damit dieses Angebot auch besonders seriös erscheint, ist es in der auch in Euthanasie-Fragen erfahrenen Schweiz angesiedelt:
Mit Finalpopup können besonders schwarzhumorige Menschen Botschaften verfassen, die erst nach ihrem Ableben den Adressaten zugestellt werden. Kleine, elektronische Testamente also, letzte Rufe aus der Gruft, wie ein Geständnis über verheimlichte uneheliche Kinder, ein Wir-sehen-uns-bald-wieder-Gruß an die Kumpels oder eine üble Beschimpfung, die keine Beleidungsklage mehr nach sich ziehen kann.
Vielleicht fallen Ihnen ja aber auch freundliche, aufmunternde Nachrichten für Ihre Trauergemeinde ein.
Aber umsonst ist hier nicht einmal der Tod, vorher wird abkassiert.
Vorsicht, Abo!
Für seine technisch und administrativ betrachteten Mini-Dienste erhebt Finalpopup eine einmalige Registrierungsgebühr von 30,45 Euro zuzüglich jährlicher Grundgebühren. Das sogenannte Basispaket mit 20 Empfängeradressen, fünf E-Mails und 10 MB Speicher kostet im Abonnement 4,45 Euro. Möglich sind aber auch SMS, Videobotschaften oder Abschieds-Websites.
Möglich sind auch Preiserhöhungen, die nicht explizit ausgeschlossen werden.
Goldgräber halt.
 Der Webauftritt von Finalpopup sieht nicht schwarz und gibt sich seriös |