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![]() Auch ein Erfolg der Seite: Klare Strukturen, gute Übersichtlichkeit und sehr gut verständlich getextet |
Endlich kann die Macht der Verbraucher zurückschlagen. Jahrelang war die Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie erfolgreich und konnte in ihrem Sinn unglaubliche Gesetze mitbasteln, auf die sie sich nun wiederum beruft: Laborkäse, Klebeschinken und Schweinefleisch oder Cranberries als Ersatzinhaltsstoffe, das sei ja alles egal.
Vielleicht ändert sich ja etwas, wenn Mogel-Lebensmittel an den "Pranger" gestellt werden, wie es der Schutzverband der Lebensmittelindustrie nennt.
Und ach, es könnte ja schlimm kommen und diese Produkte könnten nicht mehr gekauft werden. Zu dumm und durchsichtig, dann auch noch die Arbeitsplatz-Verlust-Keule raus zu holen. Wie wäre es einfach, wenn an denselben Arbeitsplätzen einfach korrekte Lebensmittel hergestellt werden?
Die Ampelkennzeichnung ist zwar noch nicht gekommen, aber nun lohnt es sich wirklich, mal genauer ins Kleingedruckte auf der Rückseite der Lebensmittelverpackungen zu schauen. Oder auf das neue Portal Lebensmittelklarheit.de.
Im Portal sollen Missverständnisse zwischen Verbrauchern, Wirtschaft und Politik ausgeräumt und potentielle Quellen von Täuschung und Irreführung beseitigen werden, so der Betreiber, der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände - Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv).
Zu diesem Zweck kann jeder Produkte mit irreführender Werbung oder Angaben melden, die werden nach einer Prüfung auch online gestellt und können andere Verbraucher vor diesen Lebensmitteln warnen. Also gleich mal den Kühlschrank durch gechecked ...
Die ganze Aktion ist auch eine kräftige Watsche für Marketing und Werbung, die hier bereitwillig bös mitgespielt haben.
Unterstützt wird die neue Verbraucherschutz-Seite vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner, die nun endlich einmal ihrem Ressorttitel wahrhaftig wird. Zahlreiche Graubereiche von ungesundem Essen, das dennoch nicht verboten werden kann, gilt es aufzuklären.
Lebensmittelklarheit.de wird von der Verbraucherschutzzentrale Hessen geleitet. Neben der offiziellen Website gibt es bereits einige Facebook-Profile unter diesem Stichwort, jedoch nur eine Gruppe "lebensmittelklarheit", die bei Erscheinen dieses Artikel keine 200 Mitglieder hatte.