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Berlin-Bookmarks - News-Magazin

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B.allgemein Kein iPad-Killer

Aus Berlin: Das WePad

14.04.2010·12:49 - Die Schwerpunkte des Berliner Unternehmen Neofonie liegen im Bereich Full Service IT Dienstleistungen einschließlich der Entwicklung von Suchtechnologien. Etwas abseits davon bastelte Neofonie im Bereich Hardware in den letzten Monaten einen handlichen Flach-Touch-Computer zusammen - niemand überrascht es, dass das "WePad" Apples "iPad" sehr ähnlich sieht.

Aus Berlin: Das WePad
Ganz vorn: Das WePad auf der Neofonie-Website

Die Produktpräsentation des iPad-Gegenentwurfes am Dienstag dieser Woche schien allerdings doch zu sehr unter Zeitdruck gestanden zu haben. Zu vieles lief schief, als Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen sichtlich überfordert das Gerät dem Presse-Full-House präsentierte.

Das begann mit einem schlapp machenden Akku - ein frischer Ersatz stand offensichtlich auch nicht zur Verfügung - und wesentliche Produkteigenschaften wie Multitouch-Möglichkeiten oder HD Videos wurden nicht vorgeführt. Überhaupt lief das Demogerät nicht wie behauptet unter dem Offenen Betriebssystem Linus sondern heimlich als Windows-Computer. Das behaupten jedenfalls genauer hinschauende Spezialisten, die einen Windows Bluescreen gesehen haben wollen.

Begreiflich, dass Herr Hoffer von Ankershoffen nach dieser mageren Vorstellung seines eignen Produkts nur eines konnte: nachdrücklich auf die Schwächen des Konkurrenten hinzuweisen. Dem iPad fehle die Offenheit des Systems, der Flash, eine Webcam, USB und ein Cardreader - das WePad soll damit ausgestattet sein.

Dennoch soll der WePad kein "iPad-Killer" sein, was mangels Marktmacht und fehlender Vertriebskanäle wohl auch unmöglich wäre.

Die Neofonisten bauen indes auf die Ängste der Verleger und versuchen ihnen das "WePad" als Chance aus der Bredouille ihrer anhaltend zurückgehenden Druckauflagen schmackhaft zu machen. Die Verlage Gruner + Jahr ("stern") und Ringier sollen bereits Interesse bekunden.

Eine ernsthafte Konkurrenz zu den beliebten kleinen Netbooks dürften weder iPad noch WePad werden - dazu sind die Geräte mit Preisen ab 449 Euro (WePad) und 499 Euro (iPad) zu teuer für den Massenmarkt. Nennenswerte Absätze wird es voraussichtlich nur in Form von Abo-Prämien mit Zuzahlung geben - wenn dieser Plan klappt.

WePad reloaded

Die verpatzte Premiere schlug mittlerweile derartig hohe Wellen, dass Neofonie jetzt als Schadensbegrenzung eine zweite Live-Präsentation ankündigt. Dieses ist auf der extra eingerichteten Facebook-Seite zum WePad angekündigt für den 26. April 2010 - bis dahin sollten die Akkus geladen sein ;). Kritiker setzten bereits Gerüchte in die Webwelt, dass das viel gepriesene Gerät nicht viel mehr als ein "Phantom" und "Dummy" sei.

Heiß diskutiert wird unternehmensunabhängig im ebenfalls neuen WePad-Forum auf Facebook der Cummunity www.Tablet-User.de.

Nicht-Apple-Junkies und Nicht-Early-Adoptors beweisen Standfestigkeit und Geduld - im Lauf der folgenden Monate werden bis zum Weihnachtsgeschäft zahlreiche weitere Tablet-PCs auf den Markt kommen.

Update 

Tatsächlich hat die zweite Präsentation des WePad beeindruckt. Zumindest die FTD ist durchaus beeindruckt und hat bereits getestet. Erstaunlicherweise lässt es sich bereits bei Amazon vorbestellen! Inzwischen soll aber auch Medion/ALDI ein Pad für den Verkauf im Herbst vorbereiten.




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