Plattner stellt die 20 Millionen Euro für die Fassade des künftigen neuen Landtages am Standort des ehemaligen Schlosses bereit. Das sind fast 25% der veranschlagten Gesamtkosten von 85 Millionen. Zum Vergleich: für das Berliner Projekt wird mit Kosten von mehr als 550 Millionen Euro gerechnet, angestrebt sind allein 80 Millionen an Spenden.
Großspender Plattner stellt als Bedingung die Verwendung seiner Spende für die weitgehende Annäherung des äußeren Erscheinungsbildes an den früheren Knobelsdorffbau erreicht werden.
Außen historischer Knobelsdorff, innen zweckmäßiger Landtag, so stellen es sich die Befürworter für die Wiederherstellung der historischen Innenstadt Potsdams vor.
Unter der Adresse
www.Stadtschloss-Potsdam.com stellt der Landtag ein offenes Diskussionsforum bereit (siehe oben), was aber seit 2004 bedeutungslos mit nur wenigen Bürgerbeiträgen im Web dümpelt.
Wer also ist Plattner?Mit dem Namen Plattner verbindet sich der deutsche Software-Gigant SAP, er war einer der Gründer des Entwicklungsunternehmens von Verwaltungs-Software für Großunternehmen.
Plattner muß nicht mehr arbeiten, er ist mittlerweile in der schönen Tätigkeit als Mäzen unterwegs und beglückt Deutschland als einer der bedeutendsten privaten Wissenschaftsförderer (Wikipedia).
Und dass seine Potsdamer Riesenspende aus der eigenen Tasche kommt, dass mag durchaus bezweifelt werden.
Und das ist die Verbindung des Ehrendoktors Plattners zur brandenburgischen Landeshauptstadt: Er seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam. Bereits 1998 gründete er hier das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik.
Einziger Gesellschafter ist die gemeinnützige Hasso-Plattner-Stiftung für Softwaresystemtechnik. Plattner verpflichtete sich, der Stiftung über 20 Jahre hinweg mehr als 50 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen zur Verfügung zu stellen.
Neidisch? Am morgigen Samstag recken sich Millionen von Lottospielern nach dem 38 Millionen schweren Lotto-Jackpot.